Wenn das PMU zum Problem wird – zwei Wege aus der Misere
In meiner Praxis in Kreuzlingen erlebe ich es regelmäßig: Frauen kommen zu mir, die woanders pigmentiert wurden – und unglücklich sind mit dem Ergebnis. Zu dunkel, zu dick, zu unnatürlich, asymmetrisch oder einfach nicht das, was versprochen wurde. Die Frage, die dann im Raum steht, ist immer dieselbe: Kann man das retten? Und wenn ja, wie?
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: das Cover-Up (also die Überarbeitung und Korrektur durch neues PMU) oder die Entfernung (meist per Laser oder Remover). Beide Wege haben ihre Berechtigung – aber nicht jede Lösung passt zu jeder Situation. Deshalb schaue ich mir in der kostenlosen Beratung immer genau an, was vorliegt, bevor ich eine Empfehlung ausspreche.
Was ist ein Cover-Up – und wann ist es möglich?
Ein Cover-Up bedeutet, dass ich über das bestehende Permanent Make-up neu pigmentiere – mit dem Ziel, das alte PMU optisch zu korrigieren, zu harmonisieren oder zu übermalen. Das funktioniert allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen:
- Die alte Pigmentierung darf nicht zu dunkel sein. Dunkle Farben lassen sich nicht einfach überschminken – sie schimmern durch.
- Die Form muss grundsätzlich passen. Wenn die Augenbrauen viel zu breit oder an völlig falscher Stelle sitzen, hilft kein Cover-Up.
- Die Haut darf nicht überpigmentiert oder vernarbt sein. Wurde zu oft oder zu tief gestochen, nimmt die Haut möglicherweise keine neue Farbe mehr an.
- Die Farbe darf nicht verfärbt sein. Blaue, graue oder stark orange-rötliche Pigmente lassen sich oft nicht sauber überarbeiten.
Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, kann ein Cover-Up eine wunderbare Lösung sein. Ich arbeite dann mit speziellen Techniken, um die alte Form aufzuweichen, Farbunterschiede auszugleichen und ein neues, natürliches Ergebnis zu schaffen. Gerade bei leicht asymmetrischen Brauen oder zu dünnen Lidstrichen ist das oft die schnellste und schonendste Methode.
Wann ist eine Entfernung die bessere Wahl?
Es gibt Fälle, in denen ein Cover-Up einfach nicht funktioniert – oder sogar das Problem verschlimmern würde. Dann rate ich ehrlich zur Entfernung. Das betrifft vor allem:
- Sehr dunkle oder schwarze Pigmentierungen, die durch neues PMU nicht überdeckt werden können.
- Stark verfärbte Pigmente (blau, grau, grünlich), die durch Überarbeitung nur noch schlimmer wirken würden.
- Völlig falsch gesetzte Formen, z. B. Augenbrauen, die viel zu hoch, zu tief oder zu weit auseinander sind.
- Überpigmentierte Haut, bei der bereits mehrfach nachgestochen wurde und die Haut keine weitere Farbe mehr aufnehmen kann.
Die Entfernung erfolgt in der Regel durch Laser (z. B. Nd:YAG- oder Pikosekundenlaser) oder durch sogenannte Remover-Lösungen, die die Pigmente aus der Haut ziehen. Beide Methoden brauchen Zeit – meist mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen – und Geduld. Aber sie ermöglichen einen echten Neuanfang.
Laser oder Remover – was ist besser?
Das hängt von der Farbe, der Tiefe und der Lage der Pigmentierung ab. Laser funktioniert besonders gut bei dunklen Farben (schwarz, dunkelbraun), kann aber bei hellen oder bunten Pigmenten (z. B. Orange, Rot) zu unerwünschten Reaktionen führen. Remover (chemische Entfernungslösungen) sind flexibler einsetzbar, brauchen aber meist mehr Sitzungen und können die Haut stärker belasten.
Ich selbst führe keine Laser-Entfernungen durch, arbeite aber eng mit spezialisierten Kolleginnen und Kollegen zusammen und berate meine Kundinnen ehrlich, welcher Weg in ihrem Fall der richtige ist. Manchmal ist auch eine Kombination sinnvoll: erst Laser, dann Cover-Up.
Wie lange dauert die Entfernung – und was kostet sie?
Eine vollständige Entfernung kann zwischen 3 und 8 Sitzungen erfordern – je nach Farbintensität, Pigmenttiefe und Hauttyp. Zwischen den Sitzungen müssen jeweils mehrere Wochen Pause liegen, damit die Haut sich regenerieren kann. Insgesamt kann der Prozess also mehrere Monate dauern.
Die Kosten variieren stark – je nach Methode, Anzahl der Sitzungen und Region. Eine einzelne Laser-Sitzung liegt oft zwischen 100 und 250 Euro, Remover-Behandlungen können ähnlich teuer sein. Auch hier gilt: Eine seriöse Einschätzung gibt es nur nach persönlicher Begutachtung.
Cover-Up nach Entfernung – geht das?
Ja – und das ist oft der beste Weg. Wenn das alte PMU zu dunkel oder verfärbt ist, entfernen wir es zunächst (teilweise oder vollständig) und pigmentieren dann neu. So entsteht ein sauberes, natürliches Ergebnis ohne störende Altlasten. Dieser Prozess braucht zwar Zeit, führt aber zu den schönsten Ergebnissen.
Wie läuft eine Korrektur-Beratung bei mir ab?
Wenn Sie mit einem misslungenen PMU zu mir kommen, schaue ich mir zunächst in Ruhe an, was vorliegt. Ich mache Fotos, prüfe die Farbe, die Form, den Zustand der Haut – und bespreche dann ehrlich mit Ihnen, was realistisch machbar ist. Manchmal reicht eine einfache Überarbeitung. Manchmal empfehle ich eine Teilentfernung. Und manchmal muss ich auch sagen: Hier brauchen wir erst eine vollständige Entfernung, bevor wir neu anfangen können.
Die Beratung ist selbstverständlich kostenlos und unverbindlich. Sie können mir vorab auch gerne ein Foto per WhatsApp (+41 79 413 27 61) oder E-Mail (info@permanent-akzente.de) schicken – dann kann ich schon vorab einschätzen, welche Möglichkeiten bestehen.
Warum ich Korrekturen so ernst nehme
Weil ich weiß, wie belastend es ist, täglich in den Spiegel zu schauen und sich über das eigene Gesicht zu ärgern. Weil ich weiß, wie viel Vertrauen es kostet, sich nach einer schlechten Erfahrung erneut in professionelle Hände zu begeben. Und weil ich in 18 Jahren Erfahrung gelernt habe: Ehrlichkeit ist wichtiger als schnelles Geld.
Wenn ich sage, dass ein Cover-Up nicht funktioniert, dann meine ich das so. Und wenn ich sage, dass wir es retten können, dann können wir das auch. Diese Klarheit schätzen meine Kundinnen – viele kommen extra aus Konstanz, vom Bodensee oder sogar aus weiter entfernten Regionen nach Kreuzlingen, weil sie wissen: Hier wird nicht versprochen, was nicht haltbar ist.
Fazit: Cover-Up oder Entfernung – es kommt darauf an
Es gibt keine pauschale Antwort. Jede Korrektur ist individuell. Manche PMU-Pannen lassen sich wunderbar überarbeiten, andere erfordern einen Neustart. Entscheidend ist, dass Sie jemanden finden, der sich die Situation ehrlich anschaut, Ihnen alle Optionen erklärt und Sie nicht unter Druck setzt.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr PMU noch zu retten ist – kommen Sie vorbei. Ich nehme mir die Zeit, gemeinsam mit Ihnen die beste Lösung zu finden. Denn am Ende zählt nur eins: dass Sie sich wieder wohlfühlen in Ihrer Haut.