Warum Permanent Make-up während Schwangerschaft und Stillzeit keine gute Idee ist

Die Frage höre ich in meinem Studio in Kreuzlingen immer wieder: „Ich bin schwanger – kann ich trotzdem meine Augenbrauen pigmentieren lassen?" Oder: „Ich stille noch – geht ein permanenter Lidstrich?" Meine Antwort ist in beiden Fällen die gleiche: Lieber nicht. Und das hat gute Gründe, die nichts mit Vorsicht zu tun haben, sondern mit Verantwortung – für Sie und Ihr Kind.

Nach 18 Jahren Erfahrung im Permanent Make-up habe ich gelernt: Der richtige Zeitpunkt ist genauso wichtig wie die richtige Technik. Und Schwangerschaft sowie Stillzeit gehören zu den wenigen Phasen im Leben, in denen ich bewusst rate, mit einem PMU zu warten.

Hormonelle Veränderungen beeinflussen das Farbergebnis

Während der Schwangerschaft und Stillzeit durchläuft Ihr Körper massive hormonelle Umstellungen. Diese wirken sich auch auf Ihre Haut aus: Sie wird oft empfindlicher, durchbluteter, manchmal trockener oder öliger als sonst. Das Problem: Diese Veränderungen beeinflussen, wie die Pigmentfarbe in die Haut eingelagert wird und wie sie später verheilt.

In meiner Praxis habe ich erlebt, dass Farben bei Schwangeren unvorhersehbar reagieren können – sie verblassen schneller, ziehen ungleichmäßig ein oder entwickeln sich anders als geplant. Das Ergebnis kann von dem abweichen, was wir in der Beratung besprochen haben. Und genau das möchte ich vermeiden: ein PMU, mit dem Sie später nicht glücklich sind.

Erhöhtes Schmerzempfinden und Stressreaktion

Viele werdende Mütter berichten, dass sie während der Schwangerschaft schmerzempfindlicher sind. Was vorher gut auszuhalten war, kann plötzlich unangenehm werden. Permanent Make-up ist zwar nicht extrem schmerzhaft, aber es ist auch kein Spaziergang – besonders im Bereich der Lippen oder des Lidstrichs.

Hinzu kommt: Stress und Anspannung während der Behandlung sind weder für Sie noch für Ihr Baby ideal. Ihr Körper sollte in dieser Zeit Ruhe und Entspannung haben – nicht auf einem Behandlungsstuhl liegen und feine Nadeln ertragen müssen.

Betäubungsmittel und Farbstoffe – ein Risiko für Ihr Baby

Auch wenn ich bei PMU-Behandlungen in der Regel nur oberflächlich betäubende Cremes verwende, möchte ich während der Schwangerschaft und Stillzeit kein unnötiges Risiko eingehen. Es gibt keine ausreichenden Studien darüber, wie Pigmentfarbstoffe oder Betäubungsmittel auf den Organismus eines ungeborenen oder gestillten Kindes wirken.

Als BAG-zertifizierter PMU-Artist mit Sachkundenachweis nach V-NISSG trage ich Verantwortung – nicht nur für das ästhetische Ergebnis, sondern auch für Ihre Gesundheit. Und solange nicht eindeutig geklärt ist, dass keine Gefahr besteht, rate ich von einer Behandlung ab.

Infektionsrisiko und Immunsystem

Permanent Make-up ist eine minimal-invasive Behandlung: Feine Nadeln durchdringen die oberste Hautschicht. Das bedeutet auch: Es entsteht eine winzige Wunde, die heilen muss. Während der Schwangerschaft arbeitet Ihr Immunsystem anders – es ist teilweise herunterreguliert, um das Baby nicht abzustoßen. Das kann bedeuten, dass Ihr Körper anfälliger für Entzündungen oder Infektionen ist.

Auch wenn ich in meinem Studio in der Hauptstraße 14a in Kreuzlingen mit höchsten Hygienestandards arbeite, möchte ich dieses Restrisiko nicht eingehen, solange es vermeidbar ist.

Die Nachsorge ist entscheidend – und im Mama-Alltag oft schwierig

Nach einem Permanent Make-up braucht Ihre Haut Pflege und Ruhe: kein Schwimmen, kein Sport, kein Schwitzen, keine Sonne, keine Sauna. In den ersten sieben Tagen sollten Sie die behandelte Stelle sauber halten, regelmäßig nachcremen und vor mechanischer Belastung schützen.

Wer gerade ein Neugeborenes versorgt oder ein Kleinkind betreut, weiß: Diese Ruhe ist oft Luxus. Sie schwitzen vielleicht beim Tragen, werden nachts wach, haben wenig Zeit für sich. Genau diese Bedingungen sind nicht ideal, um ein frisches PMU optimal abheilen zu lassen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für Ihr Permanent Make-up?

Mein Rat aus 18 Jahren Praxis: Warten Sie, bis Sie nicht mehr stillen und Ihr Hormonhaushalt sich wieder eingependelt hat. In der Regel ist das etwa drei bis sechs Monate nach dem Abstillen der Fall. Dann ist Ihre Haut wieder in ihrem normalen Zustand, Ihr Immunsystem voll funktionsfähig und Sie haben wieder mehr Ruhe für sich selbst.

Und seien wir ehrlich: Ein perfekt pigmentierter Lidstrich oder natürliche Augenbrauen sind wunderbar – aber sie laufen Ihnen nicht davon. Der richtige Zeitpunkt sorgt dafür, dass Sie lange Freude an Ihrem PMU haben.

Was Sie jetzt schon tun können: kostenlose Beratung

Auch wenn jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für die Behandlung ist, können Sie gerne schon einmal zur kostenlosen Beratung vorbeikommen. Wir besprechen Ihre Wünsche, schauen uns Ihre Augenbrauen, Lippen oder Augen an und planen gemeinsam den besten Zeitpunkt für Ihr Permanent Make-up.

Sie erreichen mich per WhatsApp unter +41 79 413 27 61 oder per E-Mail an info@permanent-akzente.de. Gerne können Sie mir auch ein ungeschminktes Foto schicken, dann kann ich Ihnen schon vorab eine Einschätzung und eine individuelle Preisangabe geben.

Ihr Studio direkt an der Grenze: von Konstanz nach Kreuzlingen

Mein Studio liegt in der Hauptstraße 14a in Kreuzlingen, im Rückgebäude der Villa Bellevue Bodenseepraxis – nur wenige Gehminuten von den Bahnhöfen Kreuzlingen und Konstanz sowie dem LAGO Shoppingcenter entfernt. Kostenlose Parkplätze sind vorhanden. Viele meiner Kundinnen kommen aus Konstanz, vom Bodensee oder der Umgebung – die Lage ist ideal, die Anfahrt unkompliziert.

Fazit: Geduld zahlt sich aus

Schwangerschaft und Stillzeit sind besondere Zeiten, in denen Ihr Körper Außergewöhnliches leistet. Permanent Make-up kann warten – Ihre Gesundheit und die Ihres Kindes nicht. Gönnen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen. Und wenn der richtige Moment gekommen ist, freue ich mich darauf, gemeinsam mit Ihnen Ihre natürliche Schönheit dezent zu unterstreichen – so, wie es zu Ihnen passt.